Ja, dieser Anlass ist ein Ferrari F512M und kein Pontiac Fiero oder Toyota MR2. Nein, es ist nicht wirklich ein F512M. Insgeheim ist der Testarossa einer der kultigsten Ferraris aller Zeiten. Das Auto ist der Gipfel der 80er Jahre: dicker V12, sehr kantiges Styling und eine große Rolle in Miami Vice. Wahrlich ein Highlight der italienischen Marke. 512TR Ferrari versuchte in den 1990er Jahren, diesen Erfolg fortzusetzen. 1991 gab es eine neue Version des Testarossa. Nun, es war tatsächlich ein großes Facelifting. Vor allem Details machten das Auto moderner, wie ein neuer Kühlergrill und Scheinwerfer im Stoßfänger und eine etwas andere Heckstoßstange. Der Name hat sich geändert: 512TR, wobei TR noch für Testarossa steht und 512 dafür, dass hinten ein 5-Liter-V12 steckt. Eigentlich ist es offiziell 4,9 Liter groß, aber ein schön abgerundeter Fünfer klingt schon etwas besser. Und der Name 4912TR macht keinen Sinn. 512M Jedenfalls hat der Testarossa eine Weile so gehalten. Es begann jedoch nach Verzweiflung auszusehen, als Ferrari dem 512TR nach nur drei Jahren ein Facelift verpasste und der 512 erneut umbenannt wurde. Diesmal wurde es Ferrari F512M (F für Ferrari, M für Modificato) und die Produktion dauerte nur zwei Jahre (1994-1996). Auf dem Papier profitiert der F512M vom zehnjährigen Vorsprung, denn der V12 leistet nun 55 PS mehr. Allerdings landet er oft in der verdammten Ecke, „der schlimmsten Version des Testarossa“ und solchen Behauptungen. Allerdings musste das Auto seine Signature-Lampen gegen feste Scheinwerfer statt Klappscheinwerfer tauschen und bekam runde Rücklichter à la F355: eigentlich etwas zu modern für die kantige Karosserie.

Leave a Reply

Your email address will not be published.